Die Aphyosemion elegans-Gruppe

Einleitung

Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick über die Fische der Gattungen der Prachtkärpflinge in der Fotogalerie.

Die Killifische der Aphyosemion elegans-Gruppe gehören wie alle Aphyosemion-Arten zu den Nicht-Annuellen Killifischen. Es sind sehr schlanke und mit 5-7 cm Größe relativ klein bleibende Arten, die eindeutig zu den Haftlaichern gezählt werden müssen. Ihr Verbreitungsgebiet liegt im zentralafrikanischen Regenwald mit dem Hauptverbreitungsgebiet in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Die meisten der heute im Hobby vorhandenen Arten stammen jedoch aus den angrenzenden Ländern im Westen (hauptsächlich aus Kamerun), da die DRC aufgrund der politischen Lage derzeit nicht bereist werden kann.

AG Elegans-Gruppe

Leiter der AG Elegans-Gruppe ist Mike Behm:

Mike Behm, DKG 1100
Fritz-Meinhardt-Straße 128
01239 Dresden
Telefon: 0351-4708378
Email: EMail an den AG Leiter

Seit dem Jahr 2000 ist die AG elegans nach einigen Jahren der Ruhe wieder dabei, sich neu zu organisieren. Mittlerweile hat sich ein Kern von etwa 20 Mitgliedern aus dem In- und Ausland gebildet, der im Wesentlichen folgende Ziele verfolgt:

Wir haben in unserem "Elegans-Newsletter" bereits eine Liste der verfügbaren Arten zusammengestellt, die mit jeder Ausgabe des ENL aktualisiert wird. Zur Zeit enthält die Liste ca. 40 verschiedene Arten und Populationen. Für alle vorhandenen Arten sollen möglichst genormte Zuchtpraktiken etabliert werden, die dann den Mitgliedern der AG zugänglich gemacht werden.

Die Arten der Elegans-Gruppe

Die Abgrenzung der Arten der Elegans-Gruppe von anderen Aphyosemionarten ist in der Regel schwierig, da charakteristische Merkmale zur eindeutigen Zuordnung fehlen. Es müssen daher möglichst viele Merkmale gleichzeitig berücksichtigt werden, um eine Art der elegans-Gruppe zuordnen zu können. Ein besonders wichtiges Kriterium ist dabei die Herkunft der Stämme. Nahezu alle Arten aus dem zentralen Kongogebiet werden zur elegans-Gruppe gezählt. Schwieriger wird es, wenn wir in die Überlappungsgebiete zu anderen Aphyosemion-Arten vorstossen, wie z.B. im Osten von Kamerun, im Südosten von Gabun oder auch im Süden der Republik Kongo. Manchmal werden daher auch die Arten A. wildekampi, A. aureum, A. hofmanni, A. hanneloreae und A. punctatum zur Aphyosemion elegans-Gruppe gezählt. Eine Ansicht, die wir nicht teilen. Trotz aller Schwierigkeiten bei der wissenschaftlichen Einordnung kann der Laie die elegans-Arten meist recht einfach an ihrer charakteristischen schlanken Körperform erkennen. Innerhalb der Gruppe ist die Abgrenzung der Arten viel schwieriger. Daher ist es ganz besonders wichtig, immer ganz korrekt die genauen Populations- und Fundortbezeichnungen weiter zu geben.

Des weiteren existieren noch einige Formen, die zwar eindeutig zur Aphyosemion elegans-Gruppe gehören, aber die bisher nicht genau eingeordnet worden sind. Diese Formen werden als sogenannte "sp.-Formen" behandelt. Dazu gehören: A. sp. "Epoma", A. sp. "Oyo"

Zwei weitere Arten, A. lujae und A. ferranti, gehören aufgrund ihrer geographischen Herkunft auch zur Aphyosemion elegans-Gruppe. Zu diesen Arten existieren aber nur vage Informationen. Beide Arten sind schon seit langem nicht mehr im Hobby, wenn sie es überhaupt jemals waren.

In älterer Literatur werden noch die Namen A. melanopteron und A. schoutedeni erwähnt. A. melanopteron ist ein Synonym zu A. congicum, während A. schoutedeni unserer Ansicht nach heute mit A. polli gleichzusetzen ist.

Derzeit werden die folgenden Arten zur Aphyosemion elegans-Gruppe gezählt:

A. chauchei A. christyi A. cognatum A. congicum
A. decorsei A. elegans A. lamberti A. lefiniense
A. margaretae A. polli A. rectogoense A. shoutedeni
A. schioetzi A. sp. "Oyo"

Klicken sie auf die Artnamen um weitere Informationen über die Arten zu erhalten.

Arterhaltung

Arterhaltung wird in unserer AG ganz groß geschrieben. Das hat seine Gründe. Während nämlich im Gegensatz zu vielen anderen Artengruppen die Biotope der Killis in ihren Heimatländern immer wieder für neue Aufsammlungen aufgesucht werden können, ist dies für die Herkunftsgebiete der kongolesischen Arten seit Jahren nicht mehr möglich. Die letzte Sammelreise, die dorthin unternommen wurde, ist die Reise von Winfried Stenglein aus dem Jahre 1985. Unverhofft war es im Jahr 2002 Armand von Deun aus Belgien und Uli Schliewen aus München möglich, die Demokratische Republik Kongo zu besuchen. Beide konnten Populationen des echten A. elegans einführen und in der DKG verbreiten. Leider verschwinden in letzter Zeit immer mehr der früher importierten Arten aus dem Hobby, sodaß wir sehr stark daran interessiert sind, die verbleibenden Arten im Hobby zu erhalten. Wenn Sie Arten von bekannten (oder unbekannten) Fundorten besitzen, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns diese Arten melden würden.
Sollten Sie im Zweifel sein, ob eine fragliche Art oder Population zur Elegans-Gruppe gehören könnte, besuchen Sie bitte auch Fotogalerie.


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